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Zusatzprojekt „Echt Klasse!“ an Grundschulen
(Stand Dezember 2016)

Seit 2013 wird die Wanderausstellung „Echt Klasse!“ – Spielstationen zum Starksein von der Beratungsstelle „Nele“ im Saarland fachlich begleitet. „Nele“ wurde im Jahr 2012 von der Stiftung „Hänsel+Gretel“ als Kooperationspartner für diese Wanderausstellung gewonnen. Die  saarländische Ministerpräsidentin Frau Annegret Kramp-Karrenbauer übernahm  die  Schirmherrschaft. Die Anfertigung der Ausstellung „Echt Klasse!“ für das Saarland wurde von der Stiftung „Hänsel+Gretel“ und „Herzenssache“ ermöglicht.  Die laufende Finanzierung des Projektes bis 2016 wurde von „Hänsel+Gretel“, vom saarländischen Bildungsministerium und weiteren Sponsoren (Lionsclub Völklingen, Kinderschutzbund Spiesen-Elversberg) übernommen.
Mit „Echt Klasse!“ sollen Mädchen und Jungen im Grundschulalter darin bestärkt werden, Grenzen zu setzen. Selbstbewusste, aufgeklärte  und informierte  Kinder haben größere Chancen, sich vor sexuellen Übergriffen zu schützen als unsichere und schüchterne Kinder. Die Ausstellung bietet viele Angebote zur  Stärkung des Selbstwertgefühls. Dies  beinhaltet das Reden über Gefühle, über angenehme und unangenehme Berührungen, gute und schlechte Geheimnisse, Hilfe holen und Nein-Sagen. Es werden Hilfen aufgezeigt  und es soll ermutigt werden, auch über schwierige Themen und belastende Erfahrungen zu sprechen. Die Ausstellung ist interaktiv und bezieht mehrere Sinne mit ein. Sie wurde vom Präventionsbüro „Petze“ in Kiel entwickelt.
„Echt Klasse!“  wendet sich  gezielt an Grundschulen und will auch Lehrkräfte und Eltern motivieren, frühzeitig mit der Prävention von sexuellem Missbrauch und der Ich-Stärkung zu beginnen. Die Ausstellung beinhaltet deswegen eine Fortbildung für Lehrkräfte und einen Informationsabend für Eltern.
Erfahrungen aus den Jahren 2013 bis 2016 zeigen, dass die Ausstellung von den Schüler_innen, aber auch den Lehrkräften und Eltern sehr positiv aufgenommen wird und Berührungsängste mit dem Thema abbaut. Die Rückmeldungen der  Beteiligten an den Schulen  sind durchgängig  sehr positiv.
Die Fortbildung zum Thema „Prävention von sexueller Gewalt“ wird von den Lehrkräften als sehr sinnvoll erachtet. Einige Lehrer_innen hätten für die Fortbildung gerne mehr Zeit zur Verfügung (z.B. pädagogischer Tag).
Die Vorstellungen zum Thema Prävention von sexueller Gewalt werden in positiver Weise korrigiert. Das „vermeintlich schwere Thema“ kann durch die ansprechende, bunte, handlungsorientierte Ausstellung „leicht“ und mit Spaß behandelt werden.
Aussage einer Schulleiterin: „Die Ausstellung sollte jedes Grundschulkind einmal in der Grundschulzeit sehen können“.
Lehrkräfte werden über die Fortbildung sensibilisiert und in ihrer Handlungskompetenz gestärkt. Prävention wird so nachhaltig an der Schule verankert.
Lehrkräfte von Schulen nehmen im Nachgang zur Ausstellung eher Kontakt zu unserer Beratungsstelle auf, wenn es Fälle von sexuellen Übergriffen gibt.     
Die Informationsveranstaltungen für die Eltern sind sehr unterschiedlich besucht. In einigen Schulen wurden bis zu 50 Eltern erreicht, was nach den Aussagen der Lehrkräfte eine sehr hohe Beteiligung ist. Auch Eltern mit Migrationshintergrund konnten hier zum Teil gut erreicht werden.
Stimme einer Mutter: „Ich habe mir die Ausstellung angeschaut und war begeistert. Meine Tochter und ihre Freundinnen haben alles verstanden, zuhause ausführlich berichtet und das ganze Programm für sehr gut befunden. Ich bin sehr froh, dass wir die Ausstellung in unserer Schule hatten!!!“
Die Schüler_innen der Klassenstufen 1 – 4 besuchen die Ausstellung mit großer Begeisterung und Experimentierfreude. Die Station – „Nein-Sagen“ bereitete den Schülerinnen und Schülern in der Regel besonderen  Spaß. Auch der Jubelthron ist oft ein Highlight – im Übrigen auch für die Lehrkräfte. Diese Reaktionen zeigen den großen Einfluss und die Wirksamkeit einzelner Elemente der Ausstellung mit besonders hohem Symbolcharakter.
Über die Ausstellung „Echt Klasse!“ konnte „Nele“ ein lange verfolgtes Ziel erreichen: Durch das Einbinden von Lehrkräften, anderen pädagogischen Fachkräften an der Schule, Eltern und Kindern wird eine deutlich höhere Nachhaltigkeit  der Präventionsarbeit gewährleistet. Pädagogen sind zum einen für zukünftige, eigene  Präventionsangebote fachlich besser gerüstet. Zum anderen ist durch die Fortbildungen von Lehrer_innen und die Kooperation mit „Nele“ ein kompetenterer Umgang im Bereich der Intervention möglich. Da wir wissen, dass sehr viele Kinder bereits im Grundschulalter von sexueller Gewalt betroffen sind, leistet die Ausstellung einen wertvollen Beitrag, Kinder zu stärken und schnellere „Auswege“ und Hilfsmöglichkeiten für betroffene Kinder zu bahnen. Zudem ist die Zahl an erreichten Personen durch die Wanderausstellung  beachtlich.
Die Ausstellung wurde bis Ende 2016 an insgesamt 30 Grundschulen gezeigt. Erreicht wurden 5.826 Kinder, die mit ihren Lehrer_innen durch die Ausstellung gingen. 456 Lehrkräfte wurden fortgebildet. 865 Eltern sahen sich die Ausstellung ebenfalls an.


Alt-Saarbrücken
Verein Nele will Kinder schützen und stark machen
Ein lehrreiches Theaterstück motivierte Kinder dazu, sich Hilfe zu holen, wenn sie gequält werden

02. Dezember 2016
Beschreibung: http://www.saarbruecker-zeitung.de/storage/scl/saarbruecker-zeitung.de/import/sbm_man/lokales/3754920_m2h300q75s1v8336_sb-PB291527.JPG_7063-G0R6EO7FG.1-ORG_CCIDIM-160.jpg?version=1480638287

Szene aus dem Theaterstück, das Kinder aufruft: Holt euch Hilfe.
Foto: Nicole Burkhardt
Nele, der Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen, vermittelt Kindern Selbstbewusstsein und zeigt ihnen, wo sie Hilfe finden, wenn Erwachsene sie misshandeln und missbrauchen. Jetzt ließ Nele ein lehrreiches Theaterstück für Kinder an der Volkshochschule zeigen.
Fast alle Kinder im Publikum beteiligen sich an dem Theaterstück, dass die Vereine Nele aus Saarbrücken und Zartbitter aus Köln am Dienstagvormittag in der Volkshochschule zeigen.
„Wer kann euch helfen, wenn ihr euch schlecht fühlt?“, fragen Karsten und Eva von Zartbitter. „Meine Mama, mein Bruder, mein Onkel und meine Katze“, sagt ein Mädchen. Es sei gut, sich das bewusst zu machen, vielleicht sogar aufzuschreiben, damit einem im entscheidenden Moment einfällt, wen man fragen kann.
In dem Theaterstück ist das für die Protagonistin Tine nicht ganz so einfach. Zwischen zahlreichen Umzugskartons steht sie in ihrem Zimmer und sucht Dolores, ihr Lieblingskuscheltier. Tines Eltern sind gerade mit dem Umzug beschäftigt und haben andere Dinge im Kopf, als sich um Tines Probleme zu kümmern.
Da taucht unerwartet Teugel auf, eine Fantasiefigur. Teugel hat kleine Engelsflügel und Teufelshörner, ist aber noch in der Entwicklungsphase zum Schutzengel, als letzte Prüfung muss er jemanden retten. Da ist er bei Tine an der richtigen Stelle gelandet. Die Grundschülerin wird von ihrer Mitschülerin Denise schikaniert, die klaut Tines Pausenbrot, wirft Tine zu Boden oder zieht ihren Rock hoch. „Ruf' doch einfach den Vater von Denise an“, versucht Teugel zu helfen. Auf lustige Art und Weise stellen die beiden Hauptdarsteller die Optionen dar und spielen unterschiedliche Reaktionen durch.
„Immer ist meine arme Denise Schuld, das glaube ich nicht“, reagiert der Vater beispielsweise. Die Busfahrerin ist gestresst und interessiert sich wenig für die Bedürfnisse des Kindes. „Außerdem bin ich doch keine Petze“, wirft Tine ein. Daraufhin macht Teugel aus der Frage die Quizshow „petzen oder Hilfe holen“ und verdeutlicht Tine, dass man manchmal Hilfe holen muss und es nicht immer „petzen“ ist. Die Grundschulkinder im Publikum sind Feuer und Flamme. Als die Publikumsfrage kommt, sind sich alle einig: Die Reaktion heißt „Hilfe holen“ und nicht „petzen“.
Am Schluss kann Teugel das Problem mit einem Trick lösen und wird zum Schutzengel. Gesangseinlagen der Schauspieler lockern das Stück, auf und lustige Passagen sind so feinfühlig und kreativ integriert, dass das schwierige Thema keineswegs ins Lächerliche gezogen wird.
Themen, wie sexuelle Ausbeutung von Kindern sensibel anzusprechen, ohne Angst zu machen, ist eine schwierige Angelegenheit. „Für die Kinder ist es wichtig zu wissen, welche Rechte sie gegenüber Erwachsenen haben, dass niemand Fotos in der Umkleidekabine machen darf zum Beispiel“, erklärt Lisa Grimm vom Verein Nele. Es sei nicht mehr ungewöhnlich, dass Grundschulkinder Smartphones haben. Sie wüssten aber selten, was für Konsequenzen es haben kann, Fotos zu verschicken oder ins Internet zu stellen.
nele-saarland.de
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Echte Schätze“ stärkt Kinder spielerisch
19.09.2016 (Wochenspiegel-online)
Nele bietet in saarländischen Kitas ein Projekt
zur Prävention von sexueller Gewalt

Beschreibung: http://www.wochenspiegelonline.de/typo3temp/_processed_/csm_418135_WSP_0921_sbr_shNele_a0c598824b.jpg

Nele-Mitarbeiterinnen Lisa Grimm (links) und Rosi Breyer stellen in der Stadt-Kita der Lebenshilfe das Projekt „Echte Schätze“ vor. Foto: Hien Bild 1 von 1
SAARBRÜCKEN „Kindgerechte Prävention macht Spaß, ist bunt, laut, interaktiv“, sagte Lisa Grimm, Mitarbeitern von Nele – Beratungsstelle gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Rosi Breyer das Projekts „Echte Schätze“ in der Stadt-Kita Im Mühlenviertel der Lebenshilfe Saarbrücken vorgestellt hat.
Entwickelt wurde „Echte Schätze“ vom Petze-Institut Gewaltprävention in Kiel. Schirmfrau des Projekts im Saarland ist Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Finanziell gefördert wird „Echte Schätze“ von PSD L(i)ebensWert, der Stiftung der PSD Bank RheinNeckarSaar eG, der Stiftung Zukunft – Familie Simon und der Stiftung Hänsel + Gretel.
„Echte Schätze“ setzt im Elementarbereich an, also bei Kindergartenkindern. Häufig beginnt sexueller Missbrauch im Vor- und Grundschulalter. Nele bietet das Projekt saarlandweit an, um Kitas praxisnah und kindgerecht bei der Prävention von sexueller Gewalt zu unterstützen. Im Wesentlichen geht es bei „Echte Schätze“ darum, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken. Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern erfahren, wie sie mit diesem schwierigen Thema umgehen und Kinder stark machen. Das passiert spielerisch: In einer „Schatzkiste“, die die Kita ausgeliehen bekommt, sind unter anderem die Katze Kim, eine Handpuppe, ein Bilderbuch, eine Stoppkelle (Nein sagen, Grenzen setzen) und ein Megaphon (Hilfe holen).
Ziel des Projekts ist es, dass Kinder lernen, „Nein“ zu sagen, dass sie sich Hilfe holen dürfen, dass ihre Gefühle immer richtig sind, dass sie zwischen guten und schlechten Geheimnissen unterscheiden können und sie keine Petzen sind, wenn sie „verraten“, dass ihnen jemand weh tut.
Träger der Beratungsstelle Nele ist der Verein Nele. Die Einrichtung arbeitet auf Wunsch anonym. Die Arbeitsbereiche sind die Beratung von Betroffenen, Bezugspersonen von Betroffenen und Fachkräften. Außerdem bietet Nele Fortbildungen für Fachkräfte sowie Informationsveranstaltungen für Eltern an und führt Präventionsmaßnahmen für verschiedene Zielgruppen, zum Beispiel auch für Kinder in Schulen, durch.
Infos: Nele, Tel. (0681) 32043, E-Mail an nele-sb@t-online.de,
www.nele-saarland.de. sh


Beratungsstelle Nele startet das Präventionsprojekt
„Echte Schätze“ im Saarland


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Die Beratungsstelle hat von der PSD-Bank zwei Spenden einmal über 3.000,00 und einmal über 2.000,00 Euro erhalten, die für das Projekt „Echte Schätze“ verwendet werden.


Benefizkonzert

Gegen blöde Anmache...
SAG NEIN


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