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20jähriges Jubiläum der Beratungsstelle Nele

Am 09. November 2011 feierte die Beratungsstelle „Nele“ ihr 20jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurde die Theatergruppe Zartbitter Köln eingeladen mit ihrem Theaterstück „Ganz schön blöd“. Circa 400 Kinder aus Grund- und Förderschulen sowie 75 Fachkräfte aus verschiedenen Institutionen der Kinder- und Jugendarbeit sowie die Finanzgeber haben das Theaterstück gesehen.
Das Theaterstück „Ganz schön blöd“ will Kindern Mut machen sich gegen Angstmache, Erpressung und sexuelle Belästigung zu wehren und sich Hilfe zu holen.  Das Theaterstück wurde von den geladenen Gästen ein sehr positiv aufgenommen.
Die  Theateraufführung begann nach einführenden Worten der ersten Vorsitzenden Frau Waltraud Jäger, nach Grußworten durch Frau Karin Weindel aus dem Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport und der Oberbürgermeisterin der Stadt Saarbrücken Frau Charlotte Britz. Dem seit über 10 Jahren tätigen ehrenamtlichen Vorstand wurde in diesem Rahmen „Danke“ gesagt. Nach dem Theaterstück wurde mit einem Stehempfang weiter gefeiert.

Auszug aus dem Wochenspiegel vom 12. November 2011 

„Nele“ ist seit 20 Jahren Anlaufstelle für sexuell ausgebeutete Mädchen & Frauen
Beschreibung: http://www.wochenspiegelonline.de/typo3temp/pics/e7a9f4b573.jpg
Lisa Grimm, Rosi Breyer, Waltraud Jäger und Margit Leist (von links) von der Beratungsstelle „Nele“ in der Dudweilerstraße 80 in Saarbrücken. Nele bietet professionelle Hilfe bei der sexuellen Ausbeutung von Mädchen und jungen Frauen an. Foto: rs

SAARBRÜCKEN Seit 20 Jahren ist die Beratungsstelle „Nele“ Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen bis 21 Jahre, die sexuelle Gewalt erlitten haben, und deren Bezugspersonen. „Nele“ geht auf eine Initiative der Notrufgruppe für vergewaltigte und misshandelte Frauen im Jahre 1990 zurück.
Im Rahmen eines Modellprojektes wurde sie von 1991 bis 1993 gefördert. Der heutige „Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen“ wurde im August 2000 gegründet und übernahm im Oktober 2000 die Trägerschaft der Beratungsstelle. Fünf ehrenamtlich tätige Frauen bilden den Vorstand des Vereins: 1. Vorsitzende ist Waltraud Jäger, 2. Vorsitzende Gudrun Köper, Schriftführerin Elisabeth Suarez, Schatzmeisterin Ursula Heintz, Beisitzerin ist Elke Ferner.
Im Jahr 2010 haben sich 259 Ratsuchende an „Nele“ gewendet, bundesweit gab es weit über 11 000 Übergriffe, wobei die Dunkelziffer zehn- bis 25-mal so hoch geschätzt wird. Aber hinter diesen Zahlen stehen tief verletzte Seelen von Kindern und jungen Menschen, deren Vertrauen schändlich missbraucht wurde, und die mit ihren Schuldgefühlen und auch ihrer Scham fertig werden müssen.
Die Täter kommen in der überwiegenden Zahl der Fälle aus dem unmittelbaren sozialen Umfeld, aus der Familie oder dem Bekanntenkreis. Für die Mädchen beginnt mit der sexuellen Ausbeutung oft ein jahrelanger Leidensweg, aus dem sie nur herausfinden können, wenn sie jemanden haben, dem sie sich anvertrauen können, und der professionelle Hilfe bietet.
Hier setzt die Arbeit von Nele an. Mit Rosi Breyer, Margit Leist und Lisa Grimm stehen drei Diplom-Psychologinnen als Ansprechpartnerinnen sowie als männlicher Ansprechpartner bei missbrauchten Jungen Christoph Fleck zur Verfügung, die fachkundige Hilfe bieten und in erster Linie dafür sorgen, dass die Betroffenen vor weiteren Übergriffen geschützt werden. Neben dieser Krisenintervention, geht es um die Stabilisierung als sofortige Hilfsmaßnahme zur Traumabewältigung, damit die Betroffenen wieder in den normalen Alltag zurückfinden können. Es folgen weitere Angebote, die darauf abzielen, das Selbstbewusstsein und Sicherheitsgefühl der Betroffenen zu stärken, Scham- und Schuldgefühle abzubauen und eine Lebens- und Zukunftsperspektive aufzuzeigen.
Ebenso wichtig ist für „Nele“ aber auch die Aufklärung und Information durch Elternabende in Kindergärten und Grundschulen, die Fortbildung pädagogischer Fachkräfte, sowie Projekte in Grundschulen und weiterführenden Schulen. Rs


Spendenübergabe durch die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen

Damit hatten am Mittwochabend die Spendenempfänger nicht gerechnet. Vertreter der „Saarländischen Kinderhilfe – Leben nach Tschernobyl“ und des „Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen“ wurden mit einem hohen Spendenbetrag durch die Mitglieder der „Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen“ (ASF) überrascht. Vor der Scheckübergabe erläuterten die Vertreter ihre Ziele und Aufgaben in ihren Vereinen.
Offen gesagt, gab Iris Berrang, Vorsitzende der ASF, bei der Übergabe des Schecks zu, waren auch die Mitglieder der ASF positiv von ihrem Spendenergebnis überrascht.

Ein großer Erfolg waren die Veranstaltungen der ASF zum 100. Internationalen Frauentages, deren Erlöse jetzt an zwei Vereine gespendet wurde. Von links nach rechts: Ursula Heintz (Nele), Brigitte Klicker, Karin Eisfeld, Iris Berrang (alle ASF), Peter Chodorski ( Verein Leben nach Tschernobyl), Christina Wieth (ASF), Karina Keilbach und Herbert Keilbach (beide Verein Leben nach Tschernobyl).

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Internationaler Frauentag“ hatten die ASF mehrere Aktionen gestartet, deren Erlöse jetzt gespendet wurden. Den Anfang machte am 13. März 2011 der Filmbrunch, zu dem rund 100 Personen nach einer Filmvorführung im Regina-Kino zum Brunch ins Martin-Luther-Haus gekommen waren. Höhepunkt war die Benefiz-Veranstaltung des Homburger-Frauenkabarett in einer ausverkauften Stadthalle. So konnte jetzt an beide Organisationen jeweils ein Betrag von 2924,40 Euro übergeben werden.
Die Schatzmeisterin des „Vereines gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen e.V.“, Ursula Heintz, die in St. Ingbert die Spende entgegennahm, bedankte sich sehr für die Unterstützung durch die ASF: „Unser Verein muss rund 20.000 Euro Eigenmittel pro Jahr erbringen, damit unsere Arbeit weitergehen kann, wir freuen uns daher sehr über diese großzügige Spende“, so die Schatzmeisterin. Wer die Arbeit von „Nele“ unterstützen will, kann dies in Form von Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Förderungsbeiträge tun. Das Spendenkonto bei der Sparkasse Saarbrücken hat die Konto-Nr.: 4011300, BLZ. 59050101.


Antrittsbesuch von Bundespräsident Christian Wulff im Saarland
Am 17.05.2011 hatte der Bundespräsident Christian Wulff seinen Antrittsbesuch im Saarland. Im Mittelpunkt des Antrittsbesuchs in der Staatskanzlei stand die Vorstellung des ehrenamtlichen Engagements im Saarland. Nach der Eintragung ins Gästebuch verfolgte der Bundespräsident zusammen mit rund 80 geladenen Gästen aus den Bereichen Ehrenamt und Politik ein buntes Programm.  Danach betonte Ministerpräsident Peter Müller in seiner Begrüßungsrede, dass das Ehrenamt ein Stück Zukunft für das Saarland und die Bundesrepublik Deutschland sei. Bundespräsident Christian Wulff schaltete das neue Ehrenamtsportal des Saarlandes frei. Sozialministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gab einen Überblick zum Ehrenamt im Saarland, stellte dabei das Landesinstitut für Präventives Handeln, „Wir im Verein mit Dir“ sowie die neue LAG Pro Ehrenamt Bürgeraktie“ vor.
Die erste Vorsitzende des Vereins gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen e.V. Frau Waltraud Jäger war  unter den geladenen Gästen in der Staatskanzlei.


Ehrenpreis des Bundes deutscher Kriminalbeamter
Im Rahmen der Fachtagung „Kinderschutz“ des Bundes deutscher Kriminalbeamter in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse wurde am 15. Juni 2011 der Ehrenpreis des bdk mit einer Spende von 1000 € an den „Verein gegen sexuelle Ausbeutung gegen Mädchen e.V.“ überreicht.


Spende von SchülerInnen der Heilerziehungspflegeschule der SHG
Am 13.01.2011 überreichten die Schüerinnen und Schüler eines Kurses für Heilerziehungspfleger der SHG den beiden Beratungsstellen „Nele“ und „Phoenix“ gemeinsam einen Scheck im Wert von 1140 €. Die SchülerInnen hatten das Geld im Rahmen einer Disko, die sie im JUZ in der Försterstraße veranstaltet hatten, gesammelt. Am 28. Juni luden sie die 1. Vorsitzende des „Vereins gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen“ und Mitarbeiter von „Nele“ und Phoenix“ ein um ihnen ihr Projekt vorzustellen. Die Mitarbeiter der beiden Beratungsstellen stellten ihnen die Arbeit der Beratungsstellen vor und beantworteten Fragen. Frau Jäger bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement.


Benefizkonzert Der Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen e.V. wurde von den Leserinnen und Lesern der Saarbrücker Zeitung im April 2010 zu „Saarlands Beste“ ausgewählt.

Die Vorstandsfrauen wurden am 30.01.2011 im Rahmen der festlichen Gala in der Saarbrücker Congresshalle geehrt.